meet&greet@Kalaidos 16.03.2017

Mit Brigitte Breisacher, Inhaberin und CEO, Alpnach Norm-Schrankelemente

Liebe Alumni

Die Unternehmerin Brigitte Breisacher zieht den Raum und das Publikum auf charismatische, quirlige Art in Bann. Sie gibt preis, wie sie ihr Familienunternehmen führt, welchen Stellenwert ihre Familie einnimmt und Sie verrät, wie sie schlaflose Nächte umgeht.

Im Hauptteil ist LEAN- Management das zentrale Thema. Dieser Teil war als Interview vorgesehen. Jakob Limacher  hat aber keinen Grund,  Frau Breisacher zu unterbrechen, um Fragen zu stellen- sie erzählt ihre Geschichte über die Optimierung der Wertschöpfung so gewinnend und spannend, dass kaum geatmet wird. Frau Breisacher erklärt LEAN- Management zur Chefsache- um damit Erfolg zu haben, sei es wichtig dass der Kopf eines Untern

So bezeichnet die sympathische Geschäftsführerin und –inhaberin Fehler als Juwelen. Alles eine Frage der Einstellung.  Problemen gegenüber positiv eingestellt zu sein bewirke, dass es weniger davon gibt.

Diese Erfolgsstory illustriert sie mit Beispielen, wie u.a. die Zusammenlegung von zwei Speditionen zwar zunächst Widerstände auslöste, aber hervorragende Leistungsoptimierungen erreicht. Um nutzlose Wege zu minimieren wurden Ampelsysteme eingeführt, die anzeigen, ob der nächste Arbeitsschritt eingeleitet werden kann; aus Arbeitszellen oder Arbeitsplätzen entstanden Arbeitsoasen und das „Bling“ beim Mail-Posteingang ist abgeschafft, um Arbeitsunterbrechungen zu vermindern.

Beeindruckt hat auch die konsequente Umsetzung von TPS- Tagen (Toyota Produktionssystem), die zur Qualitätsverbesserung alle drei Wochen mit der gesamten Crew durchgeführt werden. Gekrönt wird der Erfolg durch das Erreichen wichtiger wirtschaftlicher Ziele: die Lieferzeit beträgt nur noch eine Woche (ausgehend von drei Wochen vor der LEAN- Zeit) und dies bei mindestens gleichbleibender, hoher Arbeitsqualität. Die neu gewonnene Effizienz wird nicht etwa mit Entlassungen kompensiert-  die Leistungsfähigkeit wird in die gesteigerte Produktion umgewandelt und mit Nischenprodukten ergänzt. So etabliert sich Alpnachnorm seit einiger Zeit, zusätzlich zu der Herstellung von Stauraumprodukten, auch im Küchenbau.

Zum Weiterlesen empfiehlt Frau Breisacher zwar keine Bettlektüre- aber ein lohnenswertes Buch (Die Kata des Weltmarktführers: Toyotas Erfolgsmethoden) von Mike Rother, (2009) Campusverlag.

Wie immer nach dem fachlichen Teil wurde zum Networking gewechselt. Bei feinem Apéro wurden fleissig Kontakte hergestellt, resp. gepflegt. Und schlussendlich machten sich alle mit dem neuen Kalaidos- Geburtstags- Regenschirm nach Hause. Nun kann der Regen kommen- alles eine Frage der Einstellung.

Vielen Dank an Frau Breisacher und Jakob Limacher für den interessanten Abend.

Herzliche Grüsse

Euer Alumnivorstand